Menü am Platz

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Beim Menü am Platz werden drei bis fünf Gänge an den Tisch gebracht. Es ist der Stil mit der klarsten Struktur, der festesten Sitzordnung und den höchsten Anforderungen an Küche und Personal.

Zwei am Platz servierte Gänge nebeneinander auf Leinen, dazwischen ein Kerzenleuchter

Für wen der Stil funktioniert

Für Feiern mit klarem Ablauf, mit Reden zwischen den Gängen und mit einer Gesellschaft, die zusammen an Tischen sitzt. Er trägt Förmlichkeit, ohne steif zu sein, und er macht die Zeitplanung des Abends berechenbar.

Er passt schlechter, wenn die Gesellschaft sich mischen soll oder wenn viele Gäste sich untereinander nicht kennen: eine feste Sitzordnung entscheidet dann über den Abend jedes Einzelnen.

Was der Stil von der Location verlangt

Eine Küche vor Ort oder Platz für eine mobile Küche mit Strom- und Wasseranschluss. Außerdem genug Fläche, damit das Personal zwischen den Tischen durchkommt, ohne dass Gäste aufstehen müssen.

Ab etwa hundertzwanzig Gästen wird es logistisch anspruchsvoll, weil alle Teller eines Gangs in kurzer Zeit heraus müssen. Manche Betriebe setzen dafür eine Obergrenze.

Woran der Preis hängt

An der Zahl der Gänge, am Anteil aufwendiger Komponenten und vor allem am Personalschlüssel. Als Orientierung gilt in der Branche etwa eine Servicekraft je zehn bis fünfzehn Gäste; wer eine engere Taktung will, zahlt mehr.

Eine Weinbegleitung, also ein passendes Glas je Gang, ist der Posten, der den Personenpreis am schnellsten nach oben zieht. Sie wird meist getrennt ausgewiesen.

Was Sie im Angebot klären sollten

  • Wie viele Gänge, und ob es eine vegetarische Alternative in gleicher Qualität gibt
  • Der Personalschlüssel im Service, ausgedrückt in Kräften je Gästezahl
  • Ob eine mobile Küche nötig ist und wer sie stellt
  • Wie Unverträglichkeiten vorab abgefragt und am Tisch zugeordnet werden
  • Ob die Weinbegleitung im Preis steht oder daneben

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